Software für Sicherheitsdienste umfasst drei grundverschiedene Produktarten, die unterschiedliche Probleme lösen. Fünf Funktionen genügen, um sie zu trennen.
Wächterkontrollsysteme dokumentieren Rundgänge. Branchenübergreifende Dienstplan-Tools planen Schichten für Dienstleister aller Art. Branchenlösungen führen Dienstplanung, Zeiterfassung, Wächterkontrolle, Wachbuch und die kaufmännische Seite zusammen. Fünf der sechzehn geprüften Anbieter erfüllen alle fünf Punkte im eigenen Produkt.
Gezählt wird eine Funktion nur, wenn der Anbieter sie für das eigene Produkt ausweist. Eine Ankündigung auf der Roadmap zählt nicht, ein Schwesterprodukt aus demselben Konzern auch nicht.
Ein System, das alles außer der Rechnungsstellung kann, zwingt zu einem zweiten System und damit zu doppelter Datenpflege.
Diese Systeme beantworten genau eine Frage: War jemand zur richtigen Zeit am richtigen Ort? Die Kraft scannt an festgelegten Punkten, meist über NFC-Klebetags, QR-Schilder, Bluetooth-Beacons oder GPS-Punkte. Daraus entsteht ein Protokoll mit Zeitstempel und Ort, das dem Auftraggeber vorgelegt werden kann.
Diese Systeme planen keine Schichten und rechnen nicht ab. In unserem Vergleich fallen SoftClean, EPRO³ sowie die hardwaregestützten Systeme rund um ProxiPen und ActiveTrack in diese Gruppe. Keiner der drei veröffentlicht Preise.
Diese Anbieter planen Schichten für Dienstleister aller Art und führen Sicherheitsdienste als eine Branche unter mehreren.
Was fehlt, sind die branchentypischen Fälle: die Verwaltung der Sachkunde nach § 34a GewO je Mitarbeitendem, der Rundgangsnachweis gegenüber dem Auftraggeber, das Wachbuch und die Abrechnung von Subunternehmern. In unserem Vergleich zählen fortytools und Crewly zu dieser Gruppe. Aeris One richtet sich an Sicherheitsdienste und nennt Wachbuch und Lohnexport, Schwerpunkt ist die Dienst- und Einsatzplanung.
Eine Zwischenstellung nehmen LiteLog und LogPro ein. Beide bringen ein Sicherheitsmodul mit und positionieren sich ausdrücklich branchenübergreifend. LiteLog nennt neben Sicherheitsdiensten auch Reinigungsfirmen, Hausmeisterdienste, Pharma und Autobahn-Raststätten.
Fünf Anbieter erfüllen in unserer Prüfung alle fünf Punkte: DISPONIC, Balerion, Darkbird, Securo Hub und SEC|PLAN|NET. Sie unterscheiden sich vor allem in der Betriebsart und im Preismodell. starPlan adressiert dieselbe Zielgruppe und nennt digitales Wachbuch und Rechnungsstellung an den Kunden. Ob der DATEV-Export im Professional-Tarif Lohndaten umfasst, steht nicht auf der Preisseite; für das Raster fehlt damit eine Angabe.
DISPONIC führt Module für Dienstplanung, Lohn und Faktur und bietet Hosting als Dienstleistung an. Ob daneben eine lokale Installation möglich ist, ließ sich auf der Website im November 2026 nicht prüfen. Balerion, Darkbird und Securo Hub sind Cloud-Lösungen mit veröffentlichten Preisen. Darkbird verlangt als einziger Anbieter eine Pauschale ohne Obergrenze bei Mitarbeitenden, Kunden und Stechstellen. Securo Hub ist bis zehn aktive Mitarbeitende kostenlos, Wächterkontrolle und Wachbuch sind dort Zusatzmodule.
Nur Nachweispflicht gegenüber einem Auftraggeber, Planung läuft anders. Ein reines Wächterkontrollsystem genügt.
Planungsaufwand ist das Hauptproblem, Nachweise spielen kaum eine Rolle. Ein branchenübergreifendes Dienstplan-Tool reicht.
Sie stellen Auftraggebern Rechnungen auf Basis geleisteter Stunden und rechnen Subunternehmer ab. Dann brauchen Sie den fünften Punkt, und die Auswahl schrumpft auf fünf Anbieter.
Ein System, das Rundgänge nachweisbar dokumentiert. Die Kraft scannt an festgelegten Kontrollpunkten, meist über NFC-Klebetags, QR-Schilder, Bluetooth-Beacons oder GPS-Punkte. Daraus entsteht ein Protokoll mit Zeitstempel und Ort, das gegenüber dem Auftraggeber belegt, dass kontrolliert wurde. Ein Wächterkontrollsystem plant keine Schichten und schreibt keine Rechnungen.
An fünf Funktionen, die im eigenen Produkt vorhanden sein müssen: Dienstplanung, Zeiterfassung, Wächterkontrolle, digitales Wachbuch und die kaufmännische Seite, also Rechnungsstellung an den Auftraggeber sowie Lohn oder Lohnexport. Fünf der sechzehn geprüften Anbieter erfüllen alle fünf Punkte.
Was fehlt, sind die branchentypischen Fälle: die Verwaltung der Sachkunde nach § 34a GewO je Mitarbeitendem, der Nachweis von Rundgängen gegenüber dem Auftraggeber, das Wachbuch und die Abrechnung von Subunternehmern. Wer diese Punkte braucht, betreibt sonst ein zweites System.
Bei den cloudbasierten Anbietern in der Regel nicht. Kontrollpunkte werden laut Herstellerangaben über NFC-Klebetags, QR-Schilder oder GPS abgebildet und mit dem Diensthandy gescannt. Hardwaregestützte Systeme wie ProxiPen oder ActiveTrack setzen dagegen eigene Erfassungsgeräte voraus, deren Anschaffungskosten neben dem Softwarepreis anfallen.
Mehrere Anbieter beschreiben ihr Wachbuch als revisionssicher oder als den gesetzlichen Anforderungen entsprechend. Das sind Herstellerangaben. LiteLog gibt an, dass abgesendete Einträge nicht mehr veränderbar sind und eine Korrektur einen neuen Eintrag mit Verlauf erzeugt.
Grundlage ist eine eigene Erhebung vom 6. September 2026 über sechzehn Anbieter, nachgeprüft am 8. November 2026, jeweils auf Basis öffentlich zugänglicher Herstellerangaben. Aussagen zu Revisionssicherheit, Normkonformität und Alleinarbeiterschutz geben wir ausschließlich als Herstellerangaben wieder.